UNIXwork

XNEdit Update 1.0.1

5. April 2019

Hat nicht lange gedauert, da gibt es schon ein kleines Update für XNEdit. Ein schwerer Fehler beim konvertieren von Dateikodierungen musste behoben werden. Wenn eine Datei mit einer anderen Kodierung als UTF-8 gespeichert werden sollte, wurden dabei ein paar Zeichen übersprungen.

Des Weiteren gibt es ein paar Detailverbesserungen, wenn die Locale-Encoding nicht UTF-8 ist.

XNEdit auf Sourceforge

Autor: Olaf | 0 Kommentare | Tags: xnedit, x11, unix, linux

XNEdit - Mein NEdit-Fork mit Unicode-Support

6. March 2019

NEdit dürfte einer der ältesten grafischen Texteditoren für Unix-Systeme sein. Seit 1991 reifte dieses gute Stück Software und hat über die Jahre einige Features angesammelt. Leider ist die Entwicklung in diesem Jahrtausend mehr oder weniger eingeschlafen. Bis 2004 gab es noch regelmäßig neue Releases, danach jedoch praktisch nur noch Bug-Fixes.

Vor allem wurde es verpasst, in NEdit auch Support für Unicode einzubauen, was in der heutigen Zeit aber ein absolut unverzichtbares Feature ist. Auch das X11 Core basierte Text Rendering, welches nur Bitmap-Fonts unterstützt, ist nicht mehr zeitgemäß.

Im Dezember 2018 hatte ich spontan Lust mich dieser Probleme anzunehmen und NEdit so wieder zu einem benutzbaren Editor zu machen. Das ist mir hoffentlich auch ganz gut gelungen. Mit dem neuen Xft-basiertem Textrenderer gibt es endlich Antialiasing und Unicode wird nun auch unterstützt.

Damit ist der erste Meilenstein in meinem Modernisierungsplan erreicht. Weitere Verbesserungen und neue Features sind geplant, aber jetzt veröffentliche ich das erstmal als XNEdit 1.0.

Downloads gibt es hier oder auf Sourceforge. Des Weiteren existiert das Projekt auch auf GitHub.

Autor: Olaf | 0 Kommentare | Tags: xnedit, x11, unix, linux

Remote X11 Session mit Xephyr

18. September 2018

Xephyr ist ein X-Server, der die Ausgabe in einem Fenster eines anderen X-Servers darstellt. Ein nützliches Tool, wenn man z.B. einen Window-Manager entwickelt und diesen testen möchte ohne die eigene Desktop-Session zu beenden. Man kann Xephyr aber auch nutzen, um eine zweite Desktop-Session zu starten. Diese kann lokal sein, oder remote, für X11 spielt das keine Rolle.

Die Benutzung ist einfach. Zunächst startet man Xephyr und danach startet man einen beliebigen X-Client mit angepasster DISPLAY-Variable.

Xephyr :1 -ac -screen 800x600 &
DISPLAY=:1
xterm

Xephyr öffnet ein Fenster nur mit schwarzen Inhalt. Das ist die Ausgabe des zweiten X-Servers. Dieser enthält bisher nur ein Root-Window. Starten wir xterm auf diesem Display, fällt auf, dass es keine Window-Decoration oder sowas gibt. Denn das ist nur ein nacktes Root-Window mit Xterm als Kind, ganz ohne Window-Manager oder Desktop.

Es ist aber problemlos möglich, dort einfach einen Window-Manager zu starten, oder einen ganzen Desktop. Normalerweise haben Desktops ein Startprogramm dafür, was den Window-Manager und was sonst noch so benötigt wird, startet. Z.B. bei Gnome ist es gnome-session oder bei Xfce ist es xfce4-session.

Als Test hier ein Screenshot, wie ich den minimalen Window-Manager jwm innerhalb von Xephyr verwende.

Terminal Screenshot

Es spricht auch nichts dagegen, per Remote-X11 einen X-Client zu starten. Auf diese weise kann man den Desktop einer entfernten Maschine lokal anzeigen.

DISPLAY=:1
ssh -X myhost gnome-session

Ein bisschen schöner wird es noch, wenn man Xephyr im Vollbild startet. Desweiteren hatte ich in Standardeinstellung Probleme mit dem Tastaturlayout, denn es ging die Alt-Graph-Taste nicht.

$ setxkbmap -query
rules:      evdev
model:      pc105
layout:     de,de
variant:    nodeadkeys,
options:    compose:menu
$ Xephyr -keybd ephyr,,,xkbmodel=pc105,xkblayout=de,xkbrules=evdev -ac -fullscreen :1

Damit öffnet man Xephyr im Fullscreen-Modus mit dem Tastaturlayout des normalen X-Servers.

Autor: Olaf | 0 Kommentare | Tags: x11

Virtuellen Desktop wechseln - aus VBox-Guest heraus

22. December 2017

Den virtuellen Desktop kann man gewöhnlich schön per Tastenkombination wechslen, was leider nicht funktioniert, wenn eine VirtualBox-VM den Fokus hat. Dabei wäre es so schön, wenn man auf einem virtuellen Desktop eine VM im Vollbildmodus hätte und man bequem zwischen Host und Gast wechseln könnte.

Da ich leider keine VBox-Einstellung oder irgendeinen einfachen Trick gefunden habe, um dieses Verhalten zu ändern, habe ich eine vielleicht etwas primitive aber einfache Lösung gefunden.

Ein kleines Tool, welches auf dem Host läuft und per Socket einfache Befehle wie “down” oder “up” entgegen nimmt und daraufhin den virtuellen Desktop wechselt. Im Gast-System muss man noch die dortigen Tastenkombinationen für das wechseln des virtuellen Desktops so ändern, dass stattdessen an den Host diese Befehle gesendet werden.

Hier gibt es das Programm, welches auf dem Host laufen muss. Dieses lauscht auf Port 9302 und nimmt die Befehle “up”, “down”, “left” und “right” an, wobei “left” und “right” aktuell das gleiche machen wie “up” und “down”. Außerdem gibt es noch keine Konfigurationsmöglichkeiten oder Sicherheitsmechanismen.

Im Gastsystem erstellt man dann passende Scripte wie dieses hier:

#!/bin/sh
echo "up" | nc host 9302

Diese Scripte müssen dann nur noch per Tastenkombination ausgeführt werden.

Das ganze ist noch etwas primitiv, aber Verbesserungen sind geplant. Fortsetzung folgt (irgendwann).

Autor: Olaf | 0 Kommentare | Tags: x11, virtualbox, c

Linkdump

7. December 2017
Autor: Olaf | 0 Kommentare | Tags: links, unix, x11, history
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